Erneut fand eine Veranstaltung der AfD-Bundestagsfraktion in Mülheim an der Ruhr statt, diesmal in der guten Stube der Stadt, der Stadthalle. Die Mülheimer Stadthalle liegt direkt am Fluss und feiert dieses Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum. Umso ärgerlicher, dass die AfD-Bundestagsfraktion ihren Bürgerdialog ausgerechnet dort abhielt.
Es gab zwei Aufrufe zu Demonstrationen gegen die Veranstaltung. Das breite zivilgesellschaftliche Bündnis „Mülheim stellt sich quer“ rief zu einer Demonstration unter dem Motto „AufRUHR – Mülheim stellt sich quer“ direkt gegenüber dem Haupteingang der Stadthalle auf. An dieser Demonstration haben wir teilgenommen. Daneben hat der mir bisher unbekannte „Antifaschistische Ratschlag Mülheim“ zu einem Demonstrationszug durch die Innenstadt aufgerufen, der ebenfalls vor der Stadthalle endete.
Um die 500 Menschen fanden sich insgesamt vor der Stadthalle ein, um gegen die AfD zu demonstrieren.
Es kam eine gewisse Unzufriedenheit mit der Polizei auf, als wir dort feststellen mussten, dass die Gäste der AfD durch einen Seiteneingang in die Stadthalle geleitet wurden und somit die Demonstration vielleicht gar nicht mitbekommen würden. Im Nachhinein stellte sich aber heraus: Wir haben vor allem deshalb so wenige Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesehen, weil so wenige kamen. Ganze 35 Gäste durfte die AfD-Bundestagsfraktion begrüßen.
Somit stand es hier 500 zu 35 für die Demokratie.

