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Auf dieser Seite veröffentliche ich Fotos und Texte, aber auch Hinweise auf Fundstücke aus dem Internet. Außerdem finden sich hier mein Lebenslauf und eine Liste meiner Veröffentlichungen.

Wir lassen sie einfach ertrinken

Angela Merkel hat große Menschlichkeit bewiesen, als sie 2015 die Grenzen für verzweifelte Flüchtlinge geöffnet hat. Was aber jetzt auf dem Mittelmeer geschieht, ist unerträglich. Der Friedensnobelpreisträger EU lässt die Flüchtlinge einfach ertrinken, und EU-Mitgliedsstaaten kriminalisieren die Retter. Drei Quellen, die verstören:

Joko & Klass haben am 28.05.2019 fünfzehn Minuten Sendezeit von und bei Prosieben gewonnen, und es ist ihr großes Verdienst, dass sie diese Zeit nicht für Klamauk verwendet haben, sondern zur besten Sendezeit diejenigen zu Wort kommen ließen, die gehört werden sollten. Das hat Prosieben dazu gebracht, das Video entgegen der ursprünglichen Absicht dauerhaft zur Verfügung zu stellen. Die erste von drei kurzen Ansprachen hält Pia Klemp, Kapitänin und Seenotretterin.

"Tagelang fuhr ich mit einem toten 2-jährigen Jungen in der Tiefkühltruhe in internationalen Gewässern auf und ab, weil kein europäisches Land ihn retten wollte, als es noch möglich war, und sie uns dann einen sicheren Hafen verwehrten. Seine Mutter war auch bei uns an Bord – lebendig."

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Die taz bringt am 12.06.2019 ein Interview mit Martin Ernst, Seenotretter auf dem Mittelmeer, zur Situation im Rettungseinsatz.

"Und dann passiert es, dass einer die Rettungsweste, die direkt vor ihm ist, nicht erreichen kann. Weil er nicht einen Brustschwimmzug hinkriegt. Der ertrinkt dann. Das ist kein lauter, schreiender Tod. Das ist ganz langsam. Die sind nicht direkt weg: Du siehst sie untergehen. Währenddessen hast du zwei andere rausgeholt. Aber du kannst halt nicht zaubern."

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Schon vor einigen Monaten hat die New York Times in einem Video eine Hilfsaktion auf dem Mittelmeer rekonstruiert, bei der mindestens 20 Menschen ihr Leben verloren. Hier wird auch die zweifelhafte Rolle der libyschen Küstenwache dokumentiert. Das Video findet sich in einem Artikel vom 27.01.2019 auf Spiegel online mit deutschen Untertiteln.

"Dieser Mann geht unter. Sein Leben hätte gerettet werden können, wenn die Libyer ihr Rettungsboot zu Wasser gelassen hätten. Sie behaupten, es sei kaputt. Sie werfen Rettungswesten. Das reicht aber nicht. Der Mann ertrinkt."

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Unerträglich, dass auf einer Pegida-Kundgebung des letzten Jahres skandiert wurde: "Absaufen! Absaufen!" (rp online, 16.07.2018)

Unerträglich, dass die EU zulässt, dass die libysche Küstenwache Menschen ertrinken lässt oder verschleppt.

Meine größte Anerkennung für die privaten Rettungsorganisationen, die dennoch in See stechen und Menschenleben retten. Eine davon stammt sogar aus Dresden, der Heimatstadt von Pegida: Mission Lifeline.

Fotos 2019

Erinnerung an das Still-Leben 2010 (2019)

Am Sonntag, den 18. Juli 2010, wurde die Autobahn 40 im Ruhrgebiet für Kraftfahrzeuge gesperrt und für Fußgänger und Radfahrer freigegeben. Im März 2019 bin ich bei einsetzendem Berufsverkehr zu einer Brücke in Essen gefahren und habe ein Foto von derselben Position wie 2010 gemacht.

Innen also ein besonderer Sonntag im Juli 2010, außen ein normaler Werktag im März 2019.

Elbphilharmonie Großer Saal (2019)

Der große Saal der Hamburger Elbphilharmonie ist 25 Meter hoch und hat 2.100 Sitzplätze. Wir waren dort zum „Tag der Orgel“, bei dem eine Einführung in das Instrument und ein Improvisationskonzert mit den drei Hamburger Organisten Thomas Cornelius, Thomas Dahl und Manuel Gera gegeben wurde.

Die meisten der insgesamt 4.765 Orgelpfeifen befinden sich im linken oberen Bereich des Bildes. Ein paar Register sind hinter dem Deckenreflektor versteckt. Diese Aufnahme entstand unmittelbar nach dem Konzert.

Gasometer Oberhausen (2019)

Der Gasometer Oberhausen feiert im Jahr 2019 zwei Jubiläen: Seit der Inbetriebnahme vor 90 Jahren ist er der höchste Scheibengasbehälter Europas. Und seit der Eröffnung vor 25 Jahren ist er Europas höchste Ausstellungshalle.

Von der mittlerweile fest verankerten, 600 Tonnen schweren Gasdruckscheibe kann man 100 Meter bis zur Decke des Gasometers nach oben sehen. Oder mit einem Aufzug auf das Dach des Gasometers fahren.

Ich bleibe dabei: Ich will kein Whatsapp auf meinem Handy!

Vor anderthalb Jahren habe ich einen Text mit dem Titel „Whatsapp – nein danke!“ geschrieben. Seitdem ist viel passiert. Mittlerweile kennen wir das Ausmaß der Manipulation bei der Wahl von Trump oder der Brexit-Entscheidung zumindest ansatzweise, und der Name Cambridge Analytica ist wohl fast jedem geläufig. Mittlerweile überträgt Whatsapp ganz offen in großem Umfang Daten an Facebook. Und mittlerweile sind erste Ansätze für eine Zusammenlegung von Facebook und Whatsapp erkennbar. Das alles scheint niemanden zu interessieren: Ein kleines bisschen Bequemlichkeit hat für die meisten Nutzer immer noch die größere Bedeutung als der Schutz der eigenen Daten.

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Fotos 2018-2019

Barbarine (2018-2019)

Felsenbühne Rathen (2018-2019)

Wartturm (2018-2019)

Bastei (2018-2019)

Wipfelblick (2018-2019)

Fotos 2018


Strand in Hörnum (2018)

Zweiminütige Verspätung - britischer Staatssekretär wollte zurücktreten

Nach einem Bericht der FAZ kam Lord Bates, Staatssekretär im britischen Entwicklungshilfeministerium und Mitglied des Oberhauses, Ende Januar zwei Minuten zu spät zur Fragestunde. Daraufhin erklärte er dem Oberhaus, dass er zutiefst beschämt sei und deshalb zurücktreten werde. Erst die Premierministerin konnte ihn davon abhalten.

Einige Leser, die Ihre Meinungen unter dem Bericht äußern, haben offenbar die Botschaft nicht richtig verstanden. Lord Bates wollte stets den „höchstmöglichen Maßstäben von Höflichkeit und Respekt“ genügen. Aber einige der Leser, die Ihre Meinung kundtun, nutzen das positive Beispiel von Lord Bates nur, um ganz ohne Höflichkeit und Respekt auf die deutschen Politiker zu schimpfen. Lord Bates würde das sicher nicht gefallen.

Die FAZ hat den Bericht schon vor fast zwei Monaten geschrieben. Ich habe es leider nicht früher geschafft, diesen kleinen Artikel zu schreiben – werde aber dennoch nicht zurücktreten! (Wovon auch?)

Stuttgart anheben, BER abreißen

Gar nicht so einfach, Satire von echten Nachrichten zu unterscheiden, insbesondere wenn es um unsere deutschen Großbaustellen geht. Als kleine Orientierungshilfe hier daher zwei absolut wahre Nachrichten.

Nach einem Bericht des Postillon, der bereits 2013 erschien, ist mittlerweile der Punkt erreicht, an dem es günstiger wäre, die gesamte Stuttgarter Innenstadt um 32 Meter anzuheben, als den neuen Tiefbahnhof wie geplant unterirdisch zu bauen. Leider wurde aber das damals erschienene Gutachten von den Verantwortlichen ignoriert und weiter daran gearbeitet, ein großes Loch für den Bahnhof zu graben.

In einem Artikel der FAZ geht es dagegen um den Berliner Flughafen. Da sich dort eine Menge Schrott angesammelt habe – die verwendete Technik ist ja schon einige Jahre alt – geht ein Lufthansa-Vorstand davon aus, dass es insgesamt günstiger ist, den ganzen Flughafen abzureißen und neu zu bauen. Vermutlich wird aber auch diese gewichtige Stimme ungehört verhallen.

Fotos 2017-2018

Stabkirche Hahnenklee (2017-2018)

Bahnhof Lübeck (2017-2018)

Glocken der Lübecker Marienkirche (2017-2018)

Travemünde (2017-2018)

Betty in Rehna (2017-2018)