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Auf dieser Seite veröffentliche ich Fotos und Texte, aber auch Hinweise auf Fundstücke aus dem Internet. Außerdem finden sich hier mein Lebenslauf und eine Liste meiner Veröffentlichungen.

Corona 4: Wut, Angst und Trauer

Wut und Angst waren in den letzten Monaten dominierende Gefühle. Wovor habe ich Angst? Nur wenig vor einer eigenen Ansteckung, denn ich verhalte mich vorsichtig und bin optimistisch, im Falle einer Infektion glimpflich davonzukommen. Etwas mehr Angst habe ich davor, dass der Virus zu früh auf die leichte Schulter genommen wird und uns eine zweite Welle droht. Aber unsere Politiker agieren im Großen und Ganzen vernünftig, und anders als ich zunächst befürchtet habe, gingen Infektions- und Todeszahlen trotz der schnellen Lockerungen weiter zurück. Etwas mehr Angst habe ich vor den schwer abschätzbaren Folgen der Pandemie und des Lockdown. Schließlich wissen wir noch gar nicht, was alles auf uns zukommt. Richtige Angst habe ich allerdings vor manchen Mitmenschen – und dabei kommt auch Wut ins Spiel. Doch zunächst möchte ich mich einem ganz anderen Gefühl widmen – der Trauer.

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Nichts mehr zu lachen – Corona zum Zweiten

Habe ich nur den Eindruck, oder steigt das Niveau der Berichterstattung derzeit an? Während die Medien in den letzten Jahren immer auf der Suche nach den meisten Klicks waren und sich daher wie die Getriebenen bemüht haben, ihre Meldungen immer schneller und dafür immer oberflächlicher zu verbreiten, findet man zum Thema Corona nun auch viele längere und gut recherchierte Artikel, in denen Zusammenhänge dargestellt werden. Nachvollziehbar: Wenn man als Journalist weiß, dass ein Thema auch nächste Woche noch aktuell ist, kann man sich durchaus etwas mehr Zeit lassen. Zumindest ist das mein Eindruck – hier meine zweite persönliche Presseschau.

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Corona extra – meine kleine Presseschau

Der Coronavirus hat die Welt im Griff, und wir lernen sehr viel dabei. Die Abkürzungen SARS-CoV-2 für den neuen Coronavirus und Covid-19 für die dadurch ausgelöste Erkrankung sind in aller Munde. Wir lernen, was der Unterschied zwischen Erkältung, Grippe und Covid-19 ist und wie wir uns richtig die Hände waschen. Wir lernen, dass man in der Krise vor allem große Vorräte an Klopapier, Mehl und Seife, aber nicht unbedingt Bier benötigt. Aber wir lernen auch, was exponentielles Wachstum bedeutet und was es heißt, wenn eine Exponentialkurve nach rechts verschoben wird. Aber manche Dinge lernen wir nie. Fangen wir mit dem Einfachen an.

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Mülheim protestiert gegen die AfD

Am Dienstag habe ich ausnahmsweise früh Feierabend gemacht. Und nicht an der Neuauflage meines Buches geschrieben. Und auch keine Umzugskartons gepackt, obwohl auch das drängt. Am Dienstag waren wir demonstrieren.

Die AfD hielt einen "Bürgerdialog" in der Mülheimer Stadthalle ab, und überwältigende 2.500 Demonstranten haben lautstark kundgetan, was sie von rechter Politik halten. "Mülheim stellt sich quer" – wir waren dabei.

Zum Pressebericht in der Mülheimer Woche

Wir lassen sie einfach ertrinken

Angela Merkel hat große Menschlichkeit bewiesen, als sie 2015 die Grenzen für verzweifelte Flüchtlinge geöffnet hat. Was aber jetzt auf dem Mittelmeer geschieht, ist unerträglich. Der Friedensnobelpreisträger EU lässt die Flüchtlinge einfach ertrinken, und EU-Mitgliedsstaaten kriminalisieren die Retter. Drei Quellen, die verstören:

Joko & Klass haben am 28.05.2019 fünfzehn Minuten Sendezeit von und bei Prosieben gewonnen, und es ist ihr großes Verdienst, dass sie diese Zeit nicht für Klamauk verwendet haben, sondern zur besten Sendezeit diejenigen zu Wort kommen ließen, die gehört werden sollten. Das hat Prosieben dazu gebracht, das Video entgegen der ursprünglichen Absicht dauerhaft zur Verfügung zu stellen. Die erste von drei kurzen Ansprachen hält Pia Klemp, Kapitänin und Seenotretterin.

"Tagelang fuhr ich mit einem toten 2-jährigen Jungen in der Tiefkühltruhe in internationalen Gewässern auf und ab, weil kein europäisches Land ihn retten wollte, als es noch möglich war, und sie uns dann einen sicheren Hafen verwehrten. Seine Mutter war auch bei uns an Bord – lebendig."

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Die taz bringt am 12.06.2019 ein Interview mit Martin Ernst, Seenotretter auf dem Mittelmeer, zur Situation im Rettungseinsatz.

"Und dann passiert es, dass einer die Rettungsweste, die direkt vor ihm ist, nicht erreichen kann. Weil er nicht einen Brustschwimmzug hinkriegt. Der ertrinkt dann. Das ist kein lauter, schreiender Tod. Das ist ganz langsam. Die sind nicht direkt weg: Du siehst sie untergehen. Währenddessen hast du zwei andere rausgeholt. Aber du kannst halt nicht zaubern."

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Schon vor einigen Monaten hat die New York Times in einem Video eine Hilfsaktion auf dem Mittelmeer rekonstruiert, bei der mindestens 20 Menschen ihr Leben verloren. Hier wird auch die zweifelhafte Rolle der libyschen Küstenwache dokumentiert. Das Video findet sich in einem Artikel vom 27.01.2019 auf Spiegel online mit deutschen Untertiteln.

"Dieser Mann geht unter. Sein Leben hätte gerettet werden können, wenn die Libyer ihr Rettungsboot zu Wasser gelassen hätten. Sie behaupten, es sei kaputt. Sie werfen Rettungswesten. Das reicht aber nicht. Der Mann ertrinkt."

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Unerträglich, dass auf einer Pegida-Kundgebung des letzten Jahres skandiert wurde: "Absaufen! Absaufen!" (rp online, 16.07.2018)

Unerträglich, dass die EU zulässt, dass die libysche Küstenwache Menschen ertrinken lässt oder verschleppt.

Meine größte Anerkennung für die privaten Rettungsorganisationen, die dennoch in See stechen und Menschenleben retten. Eine davon stammt sogar aus Dresden, der Heimatstadt von Pegida: Mission Lifeline.

Fotos 2019

Erinnerung an das Still-Leben 2010 (2019)

Am Sonntag, den 18. Juli 2010, wurde die Autobahn 40 im Ruhrgebiet für Kraftfahrzeuge gesperrt und für Fußgänger und Radfahrer freigegeben. Im März 2019 bin ich bei einsetzendem Berufsverkehr zu einer Brücke in Essen gefahren und habe ein Foto von derselben Position wie 2010 gemacht.

Innen also ein besonderer Sonntag im Juli 2010, außen ein normaler Werktag im März 2019.

Elbphilharmonie Großer Saal (2019)

Der große Saal der Hamburger Elbphilharmonie ist 25 Meter hoch und hat 2.100 Sitzplätze. Wir waren dort zum „Tag der Orgel“, bei dem eine Einführung in das Instrument und ein Improvisationskonzert mit den drei Hamburger Organisten Thomas Cornelius, Thomas Dahl und Manuel Gera gegeben wurde.

Die meisten der insgesamt 4.765 Orgelpfeifen befinden sich im linken oberen Bereich des Bildes. Ein paar Register sind hinter dem Deckenreflektor versteckt. Diese Aufnahme entstand unmittelbar nach dem Konzert.

Gasometer Oberhausen (2019)

Der Gasometer Oberhausen feiert im Jahr 2019 zwei Jubiläen: Seit der Inbetriebnahme vor 90 Jahren ist er der höchste Scheibengasbehälter Europas. Und seit der Eröffnung vor 25 Jahren ist er Europas höchste Ausstellungshalle.

Von der mittlerweile fest verankerten, 600 Tonnen schweren Gasdruckscheibe kann man 100 Meter bis zur Decke des Gasometers nach oben sehen. Oder mit einem Aufzug auf das Dach des Gasometers fahren.

Ich bleibe dabei: Ich will kein Whatsapp auf meinem Handy!

Vor anderthalb Jahren habe ich einen Text mit dem Titel „Whatsapp – nein danke!“ geschrieben. Seitdem ist viel passiert. Mittlerweile kennen wir das Ausmaß der Manipulation bei der Wahl von Trump oder der Brexit-Entscheidung zumindest ansatzweise, und der Name Cambridge Analytica ist wohl fast jedem geläufig. Mittlerweile überträgt Whatsapp ganz offen in großem Umfang Daten an Facebook. Und mittlerweile sind erste Ansätze für eine Zusammenlegung von Facebook und Whatsapp erkennbar. Das alles scheint niemanden zu interessieren: Ein kleines bisschen Bequemlichkeit hat für die meisten Nutzer immer noch die größere Bedeutung als der Schutz der eigenen Daten.

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