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Auf dieser Seite veröffentliche ich meine Fotos und Fundstücke aus dem Internet, insbesondere Videos und Satire. Außerdem finden sich dort mein Lebenslauf und eine Liste meiner Veröffentlichungen.

Zweiminütige Verspätung - britischer Staatssekretär wollte zurücktreten

Nach einem Bericht der FAZ kam Lord Bates, Staatssekretär im britischen Entwicklungshilfeministerium und Mitglied des Oberhauses, Ende Januar zwei Minuten zu spät zur Fragestunde. Daraufhin erklärte er dem Oberhaus, dass er zutiefst beschämt sei und deshalb zurücktreten werde. Erst die Premierministerin konnte ihn davon abhalten.

Einige Leser, die Ihre Meinungen unter dem Bericht äußern, haben offenbar die Botschaft nicht richtig verstanden. Lord Bates wollte stets den „höchstmöglichen Maßstäben von Höflichkeit und Respekt“ genügen. Aber einige der Leser, die Ihre Meinung kundtun, nutzen das positive Beispiel von Lord Bates nur, um ganz ohne Höflichkeit und Respekt auf die deutschen Politiker zu schimpfen. Lord Bates würde das sicher nicht gefallen.

Die FAZ hat den Bericht schon vor fast zwei Monaten geschrieben. Ich habe es leider nicht früher geschafft, diesen kleinen Artikel zu schreiben – werde aber dennoch nicht zurücktreten! (Wovon auch?)

Stuttgart anheben, BER abreißen

Gar nicht so einfach, Satire von echten Nachrichten zu unterscheiden, insbesondere wenn es um unsere deutschen Großbaustellen geht. Als kleine Orientierungshilfe hier daher zwei absolut wahre Nachrichten.

Nach einem Bericht des Postillon, der bereits 2013 erschien, ist mittlerweile der Punkt erreicht, an dem es günstiger wäre, die gesamte Stuttgarter Innenstadt um 32 Meter anzuheben, als den neuen Tiefbahnhof wie geplant unterirdisch zu bauen. Leider wurde aber das damals erschienene Gutachten von den Verantwortlichen ignoriert und weiter daran gearbeitet, ein großes Loch für den Bahnhof zu graben.

In einem Artikel der FAZ geht es dagegen um den Berliner Flughafen. Da sich dort eine Menge Schrott angesammelt habe – die verwendete Technik ist ja schon einige Jahre alt – geht ein Lufthansa-Vorstand davon aus, dass es insgesamt günstiger ist, den ganzen Flughafen abzureißen und neu zu bauen. Vermutlich wird aber auch diese gewichtige Stimme ungehört verhallen.

Fotos 2017-2018

Stabkirche Hahnenklee (2017-2018)

Bahnhof Lübeck (2017-2018)

Glocken der Lübecker Marienkirche (2017-2018)

Travemünde (2017-2018)

Betty in Rehna (2017-2018)

Deutsche Bahn muss Glücksspiel-Lizenz beantragen

Nach einem Bericht des Postillon hat die Deutsche Bahn eine herbe Niederlage vor Gericht hinnehmen müssen. Wie der Bundesgerichtshof entschieden hat, erfüllt der Winterfahrplan der Deutschen Bahn alle Voraussetzungen eines Glücksspiels. So hänge das Eintreffen eines Zuges ausschließlich vom Zufall ab.

Die vollständige Urteilsbegründung liegt offenbar noch nicht vor. Die Folgen werden weitreichend sein. Fraglich ist beispielsweise, ob die Lose (von der Deutschen Bahn Tickets genannt) weiterhin über das Internet und über Automaten verkauft werden dürfen.

In dem aktuellen Urteil spielten Nebenauslosungen offenbar keine Rolle. Das Thema "Wagenreihung" in Verbindung mit dem Zusatzlos "Sitzplatzreservierung" wurde vom Gericht nicht aufgegriffen. Knifflig wird auch die Frage der Süßigkeiten- und Getränkeautomaten sein, die von Fremdanbietern auf den Bahnsteigen betrieben werden. Zwar ist die Gewinnchance wesentlich höher als bei der Hauptauslosung der Deutschen Bahn, aber auch hier gewinnt nicht jedes Los.

Whatsapp – nein danke!

Wenn ich mich in meinem Umfeld umsehe, stelle ich fest, dass ich fast der Einzige bin, der Whatsapp nicht nutzt. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mit der Technik auf Kriegsfuß stehe. Das Gegenteil ist der Fall, ich beschäftige mich gerne mit neuen Anwendungen. Aber Whatsapp werde ich weiterhin nicht nutzen. Ich möchte mich weder der ungebremsten Datensammelwut von Facebook noch dem Druck, ein ganz bestimmtes Markenprodukt zu nutzen, unterwerfen.

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NPD-Politiker will arabische Hausnummern abschaffen

Nach einem Bericht im Stern und anderen Medien erklärte der NPD-Kandidat für das Oberbürgermeisteramt im saarländischen Völklingen, Otfried Best, auf eine entsprechende Anfrage, dass er nach seiner Wahl die arabischen Hausnummern in Völklingen abschaffen werde.

Leider blieb unklar, welche Zahlen stattdessen verwendet werden sollen. Vermutlich wird Otfried Best angesichts seines eingeschränkten Bildungshorizontes mit römischen Ziffern größere Schwierigkeiten bekommen. Aber wir könnten ja stattdessen echte deutsche Ziffern entwickeln.

Die große Mathe-Verschwörung

In einem Enthüllungsartikel des Postillon wird eine große Verschwörung aufgedeckt. Wilfried Kampeter, Mathematiklehrer des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums in Gotha, gibt öffentlich zu: "Es gibt nichts, wofür Ihr das später braucht."

Das Ausmaß der Verschwörung ist enorm: Schon für das, was die Schüler nach der sechsten Klasse lernen, gibt es keine Anwendungsgebiete mehr. Raumfahrtbranche, Allgemeinbildung – alles erfunden. Tatsächlich handelt es sich beim Matheunterricht nach der sechsten Klasse um reine Schikane.

Die Verschwörung reicht bis tief in die Wirtschaft. Beispielsweise werden Taschenrechner produziert, die sogar differenzieren und integrieren können, ohne dass irgendjemand eine Anwendung dafür nennen könnte. Und ganze Berufe werden erfunden, nur um die Bedeutung der Mathematik zu unterstreichen, beispielsweise der Beruf des Aktuars.